Schlammbehandlung

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Der Boden des Sees wird mit einer 1-7 m dicken gemischten Schlammschicht bedeckt, die sowohl organische als auch anorganische Stoffe enthält. Wegen des hohen Huminsäurengehaltes ist die Farbe des Schlammes dunkelgrau, der frische Schlamm riecht nach Schwefelwasserstoff, der Schlamm ist im fertigen Zustand weich, nicht klebrig, eine fast neutrale Substanz mit guter Wärmespeicherkapazität und schlechter Wärmeleitfähigkeit. Der Schlamm ist an Schwefel reich, ist leicht radioaktiv, der Trockensubstanzgehalt besteht vor allem in 60% aus Kalkstein, Quarz, Feldspat, Glimmern, Hornblende.

Vor 1986 wurde der Schlamm zu Behandlungen nur aus dem Boden ausgehoben.
Bei den Heilbehandlungen wird der Schlamm vor allem zur Heilung der Patienten mit Bewegungsstörungen, z.B. zur Behandlung von degenerativen (Verschleißerkrankungen) Bewegungsstörungen, Weichteilrheumatismus (Krankheiten der Sehnen, Muskeln, Schleimsack), Gelenkschrumpfung, zur Nachbehandlung der Verletzungen, der Schlamm hat aber positive Wirkungen auch bei der Behandlung von chronischen gynäkologischen Entzündungskrankheiten sowie bestimmten dermatologischen Erkrankungen (z.B. Psoriasis).

Um den Schlammvorrat des Hévíz-Sees zu schützen sowie den ökologische Gleichgewicht des Sees zu erhalten, mussten neue schlammvorbereitenden Techniken eingeleitet werden, weil sich der Schlammvorrat wegen der starken Schlammgewinnung 1986 stark verringerte.
Es ist uns unter Berücksichtigung der Ergebnisse der weltweiten wissenschaftlichen Forschungen gelungen, diese Ziele zu erreichen.
Der Prozess der geologischen Entwicklung der Niedermooren in Keszthely und des Bodens des Sees sind gleich. Das Ionengleichgewicht der in Heilwasser gelegten Torfmuster wird nach drei Tagen, der physisch-chemische Status wird nach 60 Tagen identisch, d.h. der mit Wasser des Sees inkubierte Torf ist für künstliche Herstellung des Hévizer Schlammes geeignet. Dieses Produkt, das gemäß Bewertung des Nationalen Instituts für Qualität der Pharmakologie und Entwicklung der Medizinischen Softwaren (ungarische Abkürzung: GYEMSZI) als kein Arzneimittel eingestuftes medizinisches Erzeugnis ist sowie das dem Seeschlamm entspricht, wird in Krankenhäusern verwendet und im Handel erhältlich ist.

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